Beyond the end of work

Highlights

Hier geht es zu den Highlights des 48. St. Gallen Symposium: www.symposium.org/2018

 

In der heutigen Zeit sind die Ängste, dass neue Technologien die Arbeit von jedermann zugunsten einiger weniger zunichtemachen werden, allgegenwertig. Ähnliche Bedenken führten vor zwei Jahrhunderten zu Auseinandersetzungen als die Industrialisierung in Großbritannien voranschritt. Zu dieser Zeit war der Begriff "industrielle Revolution" noch nicht in aller Munde, man redete stattdessen von der "Maschinenfrage". In seinem Essay "On Machinery" aus dem Jahre 1821 sorgte sich der Ökonom David Ricardo über den "Einfluss der Maschinen auf die Interessen der verschiedenen Klassen der Gesellschaft" und die "Einstellung der Arbeiterklasse wonach sich der Einsatz von Maschinen häufig zu ihrem Nachteil auswirkt".

Heute ist die "Maschinenfrage", mit einem neuen Twist, zurück. Die Implikationen künstlicher Intelligenz (KI) werden von Technologen, Ökonomen, Politikern und Philosophen gleichermaßen heftig diskutiert. KI droht, Arbeitnehmer, deren Jobs bisher unmöglich zu automatisieren waren, z.B. Finanzanalysten, Anwälten oder Journalisten, zu ersetzen. Eine 2013 veröffentlichte, breit angelegte Studie von Carl Benedikt Frey und Michael Osborne von der Universität Oxford stellte fest, dass 47% der Arbeitsplätze in Amerika ein hohes Risiko haben, bald durch „Computerkapital" ersetzt zu werden und verlieh damit der Diskussion eine neue Dringlichkeit.

Ob wir alle unsere Jobs an Roboter verlieren oder nicht; die globale Mobilität, der soziale und demografische Wandel sowie neue Ökosysteme und Lebensphilosophien werden in Zukunft sicherlich zu neuen Rollen und Karrieremodellen führen. Wie wird die Gesellschaft reagieren? Und wie werden sich die Lebensziele im Laufe der Zeit verändern?

Die durchschnittliche Person absolviert heutzutage 100‘000 Arbeitsstunden im Laufe ihres Lebens. Dadurch füllt Arbeit nicht nur einen großen Teil unseres Lebens aus, sondern definiert auch oft, wer wir sind. Auch wenn wir uns nicht unbedingt einig sind wie die Zukunft der Arbeit aussehen wird, eines ist sicher: Ihr Charakter und ihre Bedeutung werden sich grundlegend verändern und neue Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen. Das 48. St. Gallen Symposium greift das Thema Arbeit unter dem Titel „Beyond the end of work“ auf. Hierbei sollen die Rollen und Verantwortlichkeiten von Individuum, Gesellschaft, Unternehmen und Politik betrachtet werden.